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Pioneers PartnersErstgespräch
„Als Führungsteam besser zusammenarbeiten“ · Emschergenossenschaft/​Lippeverband

Ein Führungsteam macht sich wieder entscheidungsfähig

Sieben Führungskräfte des Geschäftsbereichs Planung und Bau, mehrere hundert parallele Projekte, zwei Tage Klausur in Essen. Das Ergebnis: klare Entscheidungswege, eine verbindliche Team-Charta und eine wöchentliche Führungsrunde, die die wichtigen Themen wirklich voranbringt.

Ausgangslage
Kritische Infrastruktur, Projekte über Jahre, viele Gewerke. Mehrere hundert parallele Projekte ohne belastbare Priorisierung, chronische Überlast. Ein eingespieltes Führungsteam, das die kritischen Steuerungsfragen untereinander kaum noch verhandelte.
Zielsetzung
Ein Führungsteam, das offen verhandelt, verbindlich entscheidet und die Projektlandschaft aktiv priorisiert. Eine Arbeitsklausur mit klarem Ergebnisanspruch, kein Teamevent.
Wirkung & Wert
Wochenrunde, Team-Charta, klare Entscheidungswege: drei Wochen nach der Klausur ist alles im Betrieb. Der Priorisierungsvorschlag für den Vorstand ist in Arbeit.
Arbeitsgruppen der Klausur an Tischen auf der Terrasse des Tagungsorts
Arbeitsphasen in kleinen Runden, Klausur August 2026
01Ausgangslage

Verlässlich im Betrieb, blockiert in der Steuerung

Abwasser, Hochwasserschutz, Gewässer: Emschergenossenschaft und Lippeverband halten eine ganze Region am Laufen. Die Projekte des Geschäftsbereichs Planung und Bau laufen über Jahre, viele Gewerke greifen ineinander. Genau dort staute es sich: Mehrere hundert Projekte konkurrierten ungesteuert um Kapazität, eine Priorisierung von oben fehlte, die Überlast war chronisch geworden.

2 Tage
von der ersten offenen Aussprache bis zur verabredeten Führungsstruktur: Entscheidungswege, Team-Charta, Wochenrunde.

Das Führungsteam arbeitete seit 25 Jahren zusammen, fachlich stark und im Umgang freundlich. Die Steuerung dahinter blieb dünn: keine gemeinsame Führungsroutine, unklare Entscheidungswege, strittige Themen wurden umschifft. Jeder Bereich optimierte für sich, und der Geschäftsbereich verlor an Tempo.

Durch die gute Struktur und die persönlich ansprechende Moderation und Motivation sind wir an 2 Tagen weiter gekommen als in den vergangenen 5 Jahren.
Gerd Martini, Abteilungsleiter · Emschergenossenschaft
02Zielsetzung

Drei Ergebnisse standen im Auftrag

Auf der Verpackung stand: als Führungsteam besser zusammenarbeiten. Dahinter lagen drei harte Anforderungen. Erstens ein Team, das die relevanten Themen offen verhandelt, auch die unbequemen. Zweitens Klarheit über Entscheidungen: was das Team gemeinsam entscheidet, wer entscheidet und auf welchem Weg. Drittens Fokus: ein tragfähiger Vorschlag, wie die Projektlandschaft priorisiert wird.

Der Maßstab war von Beginn an der Alltag. Es zählt, was vier Wochen nach der Klausur anders läuft.

03Vorgehen

Erst die Beziehung klären, dann die Struktur bauen

Die Reihenfolge ist das Wirkprinzip. Strukturvereinbarungen halten nur, wenn die Spannungen darunter bearbeitet sind. Tag eins gehörte deshalb der Klärung: die Kulturzonen Rot, Pink und Grün als gemeinsame Sprache, Abwehrverhalten, psychologische Sicherheit als Führungswerkzeug, dazu eine Verhandlungsübung, die die eigenen Muster in zwanzig Minuten sichtbar macht. Tag zwei baute darauf die Struktur: Entscheidungswege mit dem PP Entscheidungs-Navi, eine Team-Charta mit Wenn-dann-Vereinbarungen, feste Routinen für die Woche.

1
Tag 1 · Vormittag
Muster sichtbar machen
Kulturzonen, Verhandlungsübung, Abwehrverhalten: Das Team erkennt seine eigene Dynamik.
2
Tag 1 · Nachmittag
Klären, was bremst
Die Themen aus 25 Jahren kommen auf den Tisch und werden im geschützten Rahmen bearbeitet.
3
Tag 2 · Vormittag
Entscheidungen ordnen
Entscheidungs-Navi am echten Fall: was gemeinsam, wer allein, auf welchem Weg.
4
Tag 2 · Nachmittag
Verbindlich machen
Team-Charta mit Wenn-dann-Vereinbarungen, Wochenrunde und Vier-Wochen-Blick aufgesetzt.

Der Umschlagpunkt kam am ersten Nachmittag. Als die lange gemiedenen Themen ausgesprochen und geklärt waren, stieg das Arbeitstempo spürbar. Entscheidungsfragen, die seit Jahren offen waren, wurden am zweiten Tag in Stunden geregelt. Klärung ist hier kein Selbstzweck: Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Vereinbarungen halten.

04Wirkung

Drei Wochen später: Die neue Struktur trägt

1×
pro Woche tagt die neue Führungsrunde: feste Tagesordnung, Moderation aus dem Team, rollierender Vier-Wochen-Blick.

Die wöchentliche Führungsrunde läuft seit der Klausur. Mittwochmorgen, feste Tagesordnung, Moderation aus dem eigenen Team. Themen, die früher zwischen Tür und Angel hängen blieben, haben jetzt einen Ort, einen Termin und eine Entscheidung. Das Team beschreibt die Runde als klaren Gewinn: strukturiert, effektiv und deutlich zufriedener als der alte Modus.

Die Team-Charta wirkt dort, wo es schwierig wird: Die Wenn-dann-Vereinbarungen halten die Zusammenarbeit auch unter Druck auf Kurs. Bei der Überlast dreht das Team den Spieß um und erarbeitet selbst einen Vorschlag zur Priorisierung der Projektlandschaft für den Vorstand. Für Januar 2027 ist ein halbtägiger Follow-up-Workshop in Vorbereitung: Bilanz ziehen, Entscheidungsprozesse vertiefen, Vereinbarungen nachschärfen.

Stimmen zur Klausur
„Wir waren so offen miteinander wie noch nie in 25 Jahren, und wir hatten das erste Mal richtig Vertrauen zueinander: Keiner hält dem anderen vor, was er gesagt hat. Seitdem sitzen in unserer neuen Wochenrunde sechs strahlende Gesichter und fragen, warum wir das nicht viel früher gemacht haben. Drei Wochen später sage ich: Es hat sich voll und ganz gelohnt.“
Björn Bauckhage, Leiter Geschäftsbereich Planung und Bau · Feedback-Gespräch drei Wochen nach der Klausur
Einbettung

Die Werkzeuge hinter diesem Case

Die Modelle, mit denen das Führungsteam gearbeitet hat, stehen im Werkzeugkoffer.

Ihr nächster Schritt

Klausuren, die im Alltag halten

Zwei Wege, je nachdem wie konkret es schon ist: eine erste Standortbestimmung Ihrer Kultur oder das direkte Gespräch über eine Klausur für Ihr Führungsteam.

Niedrigschwelliger Einstieg

Der kostenfreie Systemmuster-Check gibt eine erste Standortbestimmung.

Systemmuster-Check